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Am
Samstag, 21.01.2001 machten sich rund 40 Horschbacher auf, etwa die
hälfte der Gemarkung abzuwandern. Die Wanderung ging bei Bilderbuchwetter
entlang der Gemarkungen der Nachbargemeinden Hinzweiler, Hachenbach,
St.Julian, Welchweiler und Elzweiler. Auf der Wanderstrecke gab's zur Stärkung
Glühwein und belegte Brötchen. Die Grenzwanderung fand ihren Abschluss im
DGH, wo man in geselliger runde einig war, auch im nächsten Jahr eine Grenz-
wanderung zu veranstalten.
Protestantische Kirche (Alter Weg 7)
Als teil der
Dörfergemeinschaft Essweiler Tal zählte Horschbach ursprünglich zum
Pfarrsprengel der
Hirsauer Kapelle bei Hundheim. Seit 1601 zur Pfarrei Hinzweiler gehörend, baute
sich die Gemeinde,
zu der auch die Einwohner von Elzweiler zählten, 1791 eine eigene Kirche. 1901
ist die Kirchenge-
meinde Horschbach- Elzweiler, zu der 1956 noch Welchweiler hinzukam (früher
Ulmet ), Tochter-
gemeinde von Hinzweiler geworden. Das östliche des Dorfes auf einem kleinen
Plateau am Hang
errichtete Kirchengebäude ist auf einem annähernd quadratischen Putzbau mit
Quadersockel und
verschiefertem Halbwalmdach. Über der Giebelwand ein quadratischer Dachreiter
mit Zwiebelhaube.
Die ausgefachte Balkendecke ruht auf zwei Unterzügen, die von zwei schlanken,
gedrechselten Holz-
pfeilern getragen werden. Die Ausstattung des quer ausgerichteten Kirchenraums
gruppiert sich um
die zwischen den beiden nördlichen Fenstern angebrachte Kanzel, vor der der
Altar aufgestellt ist.
Zum polygonalen Kanzelkorb gehört ein bekrönter Schalldeckel und ein am Fuß
der Kanzeltreppe
stehender Pfarrstuhl. Altar und Kanzel gegenüber befindet sich eine auf drei
Seiten umlaufende
Empore, auf deren Südarm seit 1822 eine Orgel der gebrüder Stumm von 1792
aufgestellt ist. 1909
erhielt sie von E. F. Walker, Ludwigsburg, ein neues Werk. Im Dachreiter hat
sich die originale, 1792
von den Brüdern Jakob und Paul klein in Ernstweiler bei Zweibrücken gegossene
Glocke erhalten. Die
kaum bekannte Kirche von Horschbach ist aufgrund ihrer vollständig erhaltenen
Ausstattung ein be-
deutendes Beispiel einer Westpfälzer Kirche des 18 Jh. und zeigt durch die
hohen, gedrechselten
Pfeilern ihre enge Verwandtschaft mit den Kirchenbauten in Gimsbach 1747 und
Ulmet 1738.
Kirchenvisitationsprotokoll des Oberamtes Lichtenberg aus dem
Jahre 1609 vom Ort Horschbach
mit 13 Feuerstätten 26 Eheleuten und 2 Witwen
42 Kinder davon 18 Söhne und 24 Töchter
2 Knechte 4 Mägde 76 Einwohner
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1.
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Mohr Johann Zensor und Frau Anna, Töchter Anna, Katharina, Maria, Magdalena. Der Knecht Niklas, die Magd Barbara. Im Haus Peter Diel, Vater der Ehefrau (????) und Senator. ???? |
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2. |
Bindel Gebharth Witwer und sein lediger Sohn Conrad. |
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3.
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Baum Tobias und Frau Anna Katharina mit Sohn Johannes, den Töchtern Anna, Maria und Margareta. Der Knecht Johannes und die Magd Maria Elisabeth. |
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4.
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Doll Daniel und Frau Katharina mit Sohn Daniel und Töchtern Margareta Magdalena. |
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5.
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Werner Peter und Frau Elisabeth mit den Söhnen Hohann, Sebastian, Jakob und den Töchtern Margreta und Maria. |
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6. |
Bender Johann und Frau Agnes mit den Söhnen Jakob und Hans. |
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7.
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Diepurg Joseph und Frau Elisabeth mit Sohn Johannes und den Töchtern Margrata Katharina, Anna, Engel, Maria und Elisabeth. |
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8.
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Diel Daniel und Frau Anna mit den Söhnen Johann, Jakob, Hans und den Töchtern Margreta und Elisabeth. |
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9. |
Berg Johannes mit Frau Martha und Tochter Verina. |
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10.
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Bauer Clos und Frau Elisabeth mit den Söhnen Peter Johann und Hans und den Töchtern Katharina, Eva und Maria. |
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11.
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Werner Johann und Frau Engel mit Sohn Wendel, Tochter Maria und Magd Engel. |
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12. |
Diel Jakob und Frau Engel mit der Magd Margaretha. |
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13.
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Diel Johannes und Frau Barbara mit den Söhnen Noah, Tobias und den Töchtern Anna Maria und Elisabeth. |
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Bei dieser Aufschreibung im Jahre 1609 wurden 110 Orte, Höfe und spätere Wüstungen erfasst. Dabei wurden in 1670 Häusern des Oberamtes Lichtenberg 8355 Einwohner gezählt. Dieses von den zuständigen Pfarrern auf 202 Bogen niedergeschriebene Ergebnis wurde von dem Pfarrer Helfenstein Johannes bei seiner Versetzung nach Konken im Jahre 1610 mitgenommen.
Pfarrer Helfenstein, 1572 in Kusel geboren, heiratete um 1595 Anna Sibelius aus Kusel. Er verstarb nach 15 Ehejahren 1610 zu Konken im Alter von 38 Jahren und hinterlies Frau und 7 Söhne. Seine Fisitation wurde erst zwischen 1920 und 1930 auf dem Kirchenspeicher der Evangelischen Kirche zu Konken entdeckt und 1930 in das Englische übersetzt und veröffentlicht. Das Original gilt bis Heute als verschollen.
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